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Türkische Menschenrechtsaktivistin referiert am kommenden Sonntag bei Genozidveranstaltung in Gütersloh
Von Marianne Brückl
Am Sonntag, den 25. April 2010, wird die türkische Menschenrechtlerin Zeynep Tozduman aus Izmir (Türkei) im Assyrischen Mesopotamien-Verein Gütersloh in der Sedanstrasse 2, um 16.00 Uhr, zu einem der heikelsten Themen in der Weltgeschichte, dem von der Türkei bis heute geleugneten Völkermord an den Assyrern, Armeniern und Pontos-Griechen von 1915 in der Türkei sprechen. Auch der angehende assyrische Historiker Sanherib Demir von der Universität Bielefeld wird dabei zum Genozid an seinem Volk Stellung nehmen.
Die Izmirer Menschenrechtlerin Zeynep Tozduman, die sich seit mehreren Jahren für das assyrische Volk in der Türkei einsetzt und dort für die Realisierung der Menschenrechte kämpft, wird am Sonntag als Gastrednerin im Assyrischen Mesopotamien-Verein offen thematisieren, was in der Türkei bis heute als Tabu gilt: den Genozid der Türken von 1915 an den Assyrern, Armeniern und Pontos-Griechen.
Als einziges Land hat bisher Schweden den Völkermord an allen drei christlichen Minderheiten anerkannt und dabei auch zum ersten Mal die Assyrer namentlich benannt. Damals wurden insgesamt ca. 2,75 Millionen Menschen, davon 1,5 Mio. Armenier, ca. 750.000 Assyrer und rd. 500.000 Pontos-Griechen ausgelöscht.
Um auch den zusätzlichen 1,25 Millionen Opfern von damals Rechnung zu tragen hofft der Verein auf möglichst viele Besucher, die damit ihre Loyalität gegenüber den Getöteten des Genozids von 1915 durch die jungtürkische Bewegung ausdrücken.
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