Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs Christenverfolgung aktuell / Kloster Mor Gabriel für Februar, 2010.
- Blogroll (14)
- Uncategorized (2)
- 20.5.2010: "Hoffnung für verfolgte Christen"
- 5.5.2010: Hinhaltetaktik der Türkei geht weiter – Verhandlung im Fall Mor Gabriel erneut vertagt
- 4.5.2010: Der Countdown läuft – Kloster Mor Gabriel vor nächstem Verhandlungstag
- 19.4.2010: Türkische Menschenrechtsaktivistin referiert am kommenden Sonntag bei Genozidveranstaltung in Gütersloh
- 11.4.2010: Der Völkermord an den Armeniern, Assyrern und Pontos-Griechen – eine traurige Erinnerung
- 22.3.2010: CDU/CSU - Bundestagsfraktion Pressemeldung
- 14.3.2010: Das Referat zu Mor Gabriel als Print ist da
- 17.2.2010: Kein Ende der Verhandlungen in Sicht - Mor Gabriel-Prozess wieder verschoben
- 14.2.2010: Erst Mor Gabriel, dann Malatya - Gleich zwei bedeutende Prozesse für die Christen in der Türkei!
- 9.2.2010: Prozess um das Kloster Mor Gabriel geht weiter
Archive für Februar 2010
Kein Ende der Verhandlungen in Sicht - Mor Gabriel-Prozess wieder verschoben
17.2.2010 by mb.
Midyat - Ein Ende der Verhandlungen um das älteste Kloster der Welt, Mor Gabriel im Tur Abdin in der Südost-Türkei, ist immer noch nicht in Sicht. Der Prozess, der heute im zuständigen örtlichen Gericht in Midyat stattfinden sollte, wurde erneut verschoben. Neuer Termin ist jetzt der 05. Mai 2010.
Wieder einmal gab es eine Terminverschiebung im Streit um das fast 1700 Jahre alte syrisch-orthodoxe Kloster Mor Gabriel. Wie bereits vom Vorsitzenden der Klosterstifung Mor Gabriel vermutet, fand der für heute angesetzte Strafprozess gegen Kuryakos Ergün nicht statt, sondern wurde auf den 05. Mai 2010 verschoben. Augenscheinlich verlegt man die Termine immer auf Tage, die mit wichtigen Wahlen in Europa oder Deutschland in Zusammenhang stehen. Die letzten Entscheidungen in den Prozessen um das Kloster wurden am 22. Mai 2009 und am 24. Juni getroffen, also kurz vor und nach den EU-Wahlen. Am 09. Mai finden in Nordrhein-Westfalen, dem Bundesland mit sehr hohem türkischen Migrantenanteil, die Landtagswahlen statt.
Es bleibt also weiterhin spannend, ob und welche Entscheidung am 05. Mai im Fall Mor Gabriel getroffen werden wird. CSI Deutschland berichtet.
MB 17.02.2010
http://pressemitteilung.ws/node/194421
Geschrieben in Blogroll | Drucken | Keine Kommentare »
Erst Mor Gabriel, dann Malatya - Gleich zwei bedeutende Prozesse für die Christen in der Türkei!
14.2.2010 by mb.
Von Marianne Brückl
Die kommende Woche steht im Zeichen zweier entscheidender Prozesse für die türkische Auslegung von Gerechtigkeit gegenüber der christlichen Bevölkerung. Am 17. Februar ist der Strafprozess gegen den Stiftungsvorsitzenden des syrisch-orthodoxen Klosters Mor Gabriel in Midyat (Südost-Türkei) anberaumt, und am 19. Februar soll gegen die Mörder der drei christlichen Mitarbeiter des Zirve-Bibel-Verlages in Malatya (Zentralanatolien) verhandelt werden. Nun wird sich zeigen, ob es seitens der türkischen Justiz tatsächlich einen ernstgemeinten Schritt zur Annäherung an das christliche Europa gibt.
Wer die Schauprozesse um das Kloster Mor Gabriel verfolgt hat, der weiß um die Urteilsfähigkeit der türkischen Gerichte: Christen werden nach wie vor unter fadenscheinigsten Verzögerungstaktiken oder Urteilsfindungen in Verhandlungen benachteiligt, je nachdem, wie der Wind weht. Gibt es Wahlen, so wird milde geurteilt, um sich den Westen gewogen zu machen, sind die Wahlen vorbei, dann dreht sich das türkische Fähnchen. So zumindest zeigten es die bisherigen Entscheidungen vom 22. Mai und 24. Juni 2009 durch das örtlich zuständige Gericht in Midyat, also kurz vor und nach den EU-Wahlen. Zuerst wurde ein positives Urteil gefällt, im nächsten Prozess aber gegen das Kloster entschieden. Ein großer Teil des Grundbesitzes von Mor Gabriel wurde als Forst deklariert und dem Staat zugesprochen. Dagegen legte das Kloster Widerspruch ein.
In einer Anhörung vor dem Obersten Gerichtshof in Ankara am 10. November 2009 konnte kein Urteil gefällt werden, da angeblich Unterlagen vom örtlich zuständigen Midyater Gericht nicht vorlagen. Als Konsequenz wegen fehlender Entscheidung aus Ankara konnte dann auch der für den 02. Dezember 2009 festgesetzte Strafprozess gegen den Vorsitzenden der Klosterstiftung, Kuryakos Ergün, wegen der widerrechtlich erbauten Klostermauer nicht stattfinden und wurde auf den 17. Februar 2010 vertagt.
Am 19. Februar wird zudem im Fall der grausamen Foltermorde in Malatya vom April 2007 verhandelt. Damals waren drei Mitarbeiter des Zirve-Bibel-Verlages auf brutalste Weise abgeschlachtet worden. Sowohl der deutsche Missionar Tilman Geske als auch die beiden türkischen Konvertiten Necati Aydin und Ugur Yuksel wurden in den eigenen Büroräumen überfallen und regelrecht ausgeweidet, bevor man ihnen dann die Kehlen durchschnitt.
Unter Mordverdacht stehen fünf Studenten im Alter zwischen 19 und 20 Jahren. Ihr Motiv: sie hätten für “ihre Heimat” gehandelt. Später folgten weitere sechs Verhaftungen, darunter Emre Günaydin, der Führer der Ülkü Ocaklari, der Jugendorganisation der Grauen Wölfe. Die Mörder sollen “mit staatlichen Einrichtungen in Verbindung” stehen, die Missionare als Feinde im Innern bezeichnen und ihnen Agententätigkeit unterstellt, die von anderen Staaten für eine Spaltung der Türkei bezahlt wird.
Dass diese grausamen Foltermorde im “Namen der Gerechtigkeit” für die Opfer verhandelt werden und die Mörder ihrer gerechten Strafe zugeführt werden, bleibt eine vage Hoffnung der Hinterbliebenen.
Es wird sich nun also zeigen, ob die türkische Justiz gewillt ist, sich einmal einer gerechten Urteilsfindung zuzuwenden, die nach westlichem Rechtsverständnis und anhand der Fakten keinesfalls eine christenfeindliche Entscheidung zulässt.
Der Ausgang dieser Prozesse ist also Weg weisend für die tatsächliche Gesinnung der Türkei.
http://pressemitteilung.ws/node/193780
Geschrieben in Blogroll | Drucken | Keine Kommentare »
Prozess um das Kloster Mor Gabriel geht weiter
9.2.2010 by admin.
Am 17. Februar geht der Prozess um das 397 erbaute Kloster Mor Gabriel in eine neue Runde. Nachdem es zahlreiche Vertagungen gegeben hat, soll nun eine Entscheidung im Streit um die Klostermauer fallen.
Ein neuer Verhandlungstag im Fall des beinahe 1700 Jahre alten Klosters Mor Gabriel im Tur Abdin ist für den 17. Februar 2010 anberaumt. Nachdem der letzte Prozess, wie viele davor, immer wieder vertagt wurde, ist man skeptisch, ob es diesmal zu einer Entscheidung kommen wird.
Verhandelt wird im Strafverfahren um den Vorsitzenden der Klosterstiftung, Kuryakos Ergün, der widerrechtlich die Mauer auf Grund gebaut haben soll, auf welchen der Staat Anspruch erhebt. Bisher gab es noch keine Entscheidung, zu wessen Gunsten das Verfahren letztendlich ausgehen wird, da ein Urteil des Obersten Gerichtshofes in Ankara verzögert worden war. Die Gründe für die Verzögerung waren angeblich fehlende Unterlagen vom örtlich zuständigen Gericht in Midyat.
Christian Solidarity International (CSI) wird über den weiteren Fortgang des Verfahrens berichten.
MB 09.02.2010
Geschrieben in Blogroll | Drucken | Keine Kommentare »